Verabschiedung Pfarrer Goetze und Familie am Pfingstmontag, den 28. Mai um 17 Uhr – herzliche Einladung zum Gottesdienst und anschließendem Zusammensein
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theologie
 

Warum glauben so wenige an Gott?

 


Die Religiosität Jugendlicher in Europa, der Türkei und Israel ist stark unterschiedlich ausgeprägt. Das für Deutschland wichtigste Ergebnis: Um die „Christlichkeit“ deutscher Jugendlicher ist es sehr schlecht bestellt. Das hat eine europäische Forschergruppe um den Würzburger Religionspädagogen Prof. Hans-Georg Ziebertz festgestellt.

Auf Moslems folgen Juden
Daran haben insgesamt 10.000 Jugendliche in zehn Ländern teilgenommen. Die stärkste Religiosität haben danach junge Muslime in der Türkei, gefolgt von jüdischen Jugendlichen in Israel. Mit geringem Abstand folgen junge Menschen aus den römischkatholisch geprägten Ländern Polen, Kroatien und Irland. Die junge Generation in Ländern mit protestantischer Tradition wie Deutschland, Finnland, Großbritannien, den Niederlanden und Schweden ist dagegen nur schwach religiös. Für Ziebertz bestätigen diese Ergebnisse frühere Untersuchungen: „Islam und Judentum haben nach wie vor einen großen Einfluss auf junge Menschen, während die Bindungskraft des Christentums in Europa vergleichsweise schwach ist.“

Welche Religion bleibt übrig?
Nachhaltige religiöse Erziehung gelingt der Studie zufolge am besten in der Türkei und Polen. Dort geben vier Fünftel der Befragten an, in einem religiösen Elternhaus aufgewachsen zu sein und den Glauben der Eltern fortsetzen zu wollen. Von den deutschen Jugendlichen erklärten dies nur 23%. 96% der polnischen Jugendlichen glauben, dass ihren Eltern die Weitergabe des Glaubens wichtig ist, aber nur 14% der Deutschen. Ziebertz: „Damit ist klar, welche Religion sich in welchem Land die besten Voraussetzungen verschafft, weiter zu bestehen.“ Einen Religionsunterricht, der in den jeweils vorherrschenden Glauben einführt, wünschen sich Jugendliche am stärksten in der Türkei, Polen, Kroatien und Irland. Am meisten abgelehnt wird ein solches Unterrichtsziel von jungen Schweden, Niederländern und Deutschen.

Europa: Ein abstrakter Gott
Laut Ziebertz haben europäische Jugendliche bevorzugt ein Gottesbild, bei dem Gott eine ferne und abstrakte Kraft sei. „Das ist mehrheitlich nicht der Gott, dessen Menschwerdung Christen an Weihnachten feiern.“ Fazit von Ziebertz: „Vielleicht trägt die Studie dazu bei, dass die Kirchen zu einer realistischen Einschätzung der Situation kommen. Sie werden sich ändern müssen.“

(Quelle: idea/ April 2007)

 

 

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