Verabschiedung Pfarrer Goetze und Familie am Pfingstmontag, den 28. Mai um 17 Uhr – herzliche Einladung zum Gottesdienst und anschließendem Zusammensein
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Tauferinnerungsfest 2004: „Gottes großes Buch – unsere Namen sind im Himmel geschrieben“

 

 

C: Hallo, Kinder, hallo, Leute, schön euch zu sehen!

 

M: Ja, grüß dich Charly. Das ist ja eine nette Überraschung! Was machst du denn hier?

 

C: Na, heute sind doch auch viele Kinder aus der Kindetagesstätte da, und die kenn ich doch, da muss ich doch dabei sein.

 

M: Schön, dass du da bist, Charly.

 

C: Finde ich auch. Und ich hab´auch gut aufgepasst, was da vorhin aus der großen Schriftrolle vorgelesen worden ist. Also, ich möchte schon die ganze Zeit wissen, was das heißen soll: „eure Namen sind im Himmel aufgeschrieben“. Wie – hat da einer Buchstaben an den Himmel gemalt oder was?

 

M: Nein, so natürlich nicht. Aber es stimmt schon: „Unsere Namen sind im Himmel aufgeschrieben“.

 

C: Wie – im Himmel? Da, wo die Wolken sind?

 

M: Na, da will ich dir erst ´mal erklären, was wir hier in der Kirche mit „Himmel“ meinen. Das ist nicht einfach der Ort über uns, wo die Wolken sind. Himmel – das meint der Ort, wo Gott wohnt, wo er ist.

 

C: Du meinst, unsere Namen sind bei Gott aufgeschrieben?

 

M: Ja, so ist es. Gott kennt jeden einzelnen mit Namen. Jeder ist ihm wichtig.

 

C: Auch mich kennt Gott?

 

M: Auch dich, Charly.

 

C: Wow! Das ist ja toll. Das heißt, Gott kennt mich und…

 

M: … und er liebt dich und vergißt dich nie.

 

C: Gut. Gott soll auch immer bei mir sein. Ich will nicht allein sein.

 

M: Stimmt, Charly, kein Mensch mag gerne allein sein. Deshalb gibt es ja die Taufe. Mit der Taufe sagt Gott: „Ich bin mit dir. Ich verlasse dich nicht, denn du bist mein geliebtes Kind.

 

C: Oh, das ist ja klasse! Ich bin Gottes geliebtes Kind. Ich werde geliebt. Toll, das muss ich gleich feiern!

 

M: Das tun wir doch gerade! Wir feiern das Fest der Tauferinnerung – und alle, di vor fünf Jahren getaufgt worden sind, siond dazu eingeladen. Und wir alle dürfen mitfeiern.

C: Und weil Gott uns liebt, sind unsere Namen im Himmel geschrieben?

 

M: Ja, das heißt: Gott kennt uns. Wir feiern, dass Gott jeden Menschen liebt. In der Taufe wird das sichtbar, spürbar, erfahrbar.

 

C: Was macht man denn bei einer Taufe?

 

M: Na, du siehst doch hier den leeren Tisch. Ich will dir und allen, die heute mitfeiern, erzählen, was wir alles für eine Taufe brauchen.

 

C: Meinen Namen: ich heiße Charly…

 

M: Klar. Besonders wird das Kind bei der Taufe gesegnet. (Händetuch mit einem Kind aus dem Gottesdienst holen lassen) Die vielen hände gehören zusammen. Die segnende Hand steht für Gottes Hand: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir“.

 

C: Das tut mir bestimmt gut. Das ist schön.

 

M: Dann brauchen wir die Taufschale und natürlich Wasser (Taufschale und Wasser holen und dann einfüllen lassen). Das Taufwasser ist das Wasser des Lebens. Es ist ein Zeichen für die Freundschaft Gottes. So, wie wir ohne Wasser nicht leben können, können wir auch ohne Gott nicht leben.

 

C: Bei Gott sein ist dann wie an einer Quelle frischen Wassers sein. Toll.

 

M: Wir taufen im Auftrag von Jesus. Daher stellen wir ein Kreuz auf unseren Tisch. (Kreuz holen lassen). Solch ein Kreuz wird auch jedem, der getauft wird, auf die Stirn gezeichnet – so (macht es bei Charly). Das Kreuz ist das Zeichen der Christen, die den Namen Jesu Christi tragen.

 

C: Brauchen wir noch etwas?

 

M: Ja, die Taufkerze (lässt Kerze holen). Die Taufkerze ist das Zeichen für das Lebenslicht, mit dem Gott unser Leben hell machen will. Jesus Christus ist das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, sagt er, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

 

C: Dann ist mir auch klar, dass die Taufe Gottes Freundschaftszeichen für uns ist. Es ist gültig für unser ganzes Leben. Da bin ich ja froh, dass mich Gott so liebt. Das macht mir Mut und tröstet mich auch, wenn ich 'mal traurig bin.

 

M: Ja, daran kann uns die Taufe erinnern, auch in Zeiten, in denen wir Sorgen haben, krank sind oder Angst haben. Gott hat in der Taufe versprochen, dass er wie ein treuer Freund an unserer Seite ist, auch wenn wir ihn fiir einige Zeit aus dem Blick verlieren.

 

C: Und deshalb ist es wohl wichtig, dass wir uns an unsere Taufe erinnern?

 

M: Ja, genau. Wie jede gute Freundschaft will auch die Freundschaft von Gott und mir gepflegt werden. Wäre ja auch schön dumm, wenn ich so einen tollen Freund habe, und ich denke gar nicht an ihn.

 

C: Ach, deswegen gibt es heute das Tauferinnerungsfest, und deswegen sind die vielen Kinder hier: damit wir alle zusammen schlaue Leute bleiben! – Aber, sag ´mal, woher weiss ich denn, ob ich getauft bin?

 

M: Da gibt es dieses große Taufbuch (holt es hervor). Da stehen alle Namen drin von denen, die hier in der Emmausgemeinde in Jügesheim getauft worden sind. Wie unsere Namen in diesem Buch geschrieben stehen, so sind unsere Namen Gott bekannt. Gott kennt uns.

 

C: Wow!

 

M: Ja, deshalb habe ich mit den Kindern diesen Tauftisch aufgebaut mit all den Dingen, die wir für die Taufe brauchen: Zeichen, dass uns Gott liebt, dass „unsere Namen im Himmel geschrieben sind“.

 

C: Du und ich, jeder einzelnen von uns, alle, die hier sind, sind Gott wichtig.

 

E: Heute bei unserem Fest darf sich jeder erinnern: ich bin ein Kind Gottes. Und Gott möchte, dass wir sein Geschenk der Taufe in unserem Leben auspacken: zusammen Gott loben, uns von Jesus erzählen, anderen Menschen helfen. Gott ermutigt uns dazu. Davon singen wir jetzt zusammen im nächsten ein Lied.

 

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