Die Evangelische Emmausgemeinde Jügesheim
ist schockiert über Morddrohungen gegen Uri Avnery.
Die Meldungen aus Israel sind für uns schockierend: Gegen den israelischen Fiedensaktivisten und Gründer von Gush Shalom, Uri Avnery, sind Morddrohungen von Seiten eines Abgeordneten-Kandidaten der Knesst (israelischen Parlament) ausgesprochen wurden. Am vergangenen Dienstag konnte der Abgeordneten-Kandidaten Baruch Marzel in der israelischen Zeitung Ha'aretz öffentlich zum Mord des Aachener Friedenspreisträgers und über 55 Jahre unermüdlich engagierten Friedenskämpfers Uri Avnery aufrufen. Und dem nicht genug: in der Abendsendung des Fernsehsenders Channel 10 folgte ein halbstündiges Interview mit Baruch Marzel, in dem er seine Forderung wiederholte, ein Poster von Uri Avnery im Hintergrund.Zahlreiche Briefe an Verantwortliche in der deutschen Politik wie Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Steinmeier mit der Bitte um Intervention in Israel zum Schutz von Uri Avnery und zur Strafverfolgung von Baruch Marzal blieben bisher unbeantwortet. Im Fall des zum Christentum übergetretenen Afghanen Rahmann schaltet sich die Bundesregierung sofort ein - selbstverständlich berechtigt. Warum fordert sie nicht auch gegenüber der israelischen Regierung öffentlich den Schutz von Uri Avnery?! Deshalb äußert Pastor Andreas Goetze in einem Schreiben an Außenminister Steinmeier seine Sorge und Bestürzung und bittet um Intervention:
Sehr geehrter Herr Außenminister Steinmeier, heute ereichte uns über den Aachener Friedenspreis die unglaubliche Meldung, dass der seit 1933 in Israel lebende, in Deutschland geborene, Friedensaktivist Uri Avnery (Gründer und Sprecher von Gush Shalom), dessen Stimme wir hier sehr schätzen, vom Abgeordneten-Kandidaten Baruch Marzzel mit Morddrohungen an den Pranger gestellt wurde und dazu auch noch, wie Uri Avnery selbst heute nach Aachen schrieb, "nach dieser Morddrohung im israelischen Fernsehen darueber lange interviewt worden ist (mit meinem Bild von Uri Avnery im Hintergrund!). Wir möchten Sie daher dringend bitten, sich an den Botschafter des Staates Israel, Herrn Shimon Stein zu wenden, um darauf hinzuwirken, dass1. die israelische Regierung die Sicherheit von Uri Avnery gewährleistet und2. die israelische Justiz den Aufruf zum Mord mit aller gebotenen Härte bestraft.
Wir spüren, wie die fortdauernde völkerrechtswidrige Besatzungspolitik Israel weiter verroht. Wir unterstützen die Forderungen des Aachener Friedenspreises auf Strafverfolgung dieses Abgeordneten und den Schutz von Uri Avnery und bitten Sie, bei der israelischen Botschaft bzw. Regierung deshab vorstellig zu werden.
Mit freundlichen und besorgten GrüßenPastor Andreas Goetze, Vertrauenspfarrer des Jerusalemsvereins in Hessen und Nassau
Aus aktuellem Anlaß bitten wir um Ihre Mithilfe,
um Reaktionen/ Protestschreiben an die Deutsche Bundesregierung und die Botschaft Israels in Deutschland: Sie können dabei den obrigen Brief als Vorlage verwenden. Vielen Dank! Andreas Goetze
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