Verabschiedung Pfarrer Goetze und Familie am Pfingstmontag, den 28. Mai um 17 Uhr – herzliche Einladung zum Gottesdienst und anschließendem Zusammensein
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1. Kirche WOanders - Gottesdienst im Wirthaus
 

Erster Gottesdienst „Kirche mal anders! WO anders!“

am 17.02.2008 im Wirtshaus EINSFÜNF

Thema: „Versagt! – vom Umgang mit den eigenen Fehlern“

 

Nun gehört also der erste „Kirche mal anders! WO anders!“ - Gottesdienst außerhalb unseres Gemeindezentrums der Vergangenheit an. Diese Veranstaltung wurde nicht einfach aus dem Ärmel geschüttelt. Denn fast genau vor einem Jahr wurde die Idee in den Raum gestellt, Gottesdienste näher an die Mitmenschen heranzubringen. In den folgenden Sitzungen des „Initiativkreises Kirche 2000“ wurde das FÜR und WIEDER solcher Veranstaltungen sehr engagiert und kontrovers diskutiert. Orte mit zugehörigen Themen wurden zusammengestellt. Ergebnis: Im Frühjahr 2008 sollen probeweise drei „Kirche mal anders! WO anders“ - Gottesdienste durchgeführt werden. Die gesammelten Erkenntnisse werden zur Entscheidung über weitere Gottesdienste dieser Art herangezogen.

 

Nach umfangreichen Vorbereitungen hieß es am Sonntag, 17.02.2008 um 17.00 Uhr im Wirtshaus EINSFÜNF: „Versagt! – vom Umgang mit den eigenen Fehlern“. In der mit etwa 100 Personen „gerammelt vollen“ Gaststube, mit erstaunlich vielen fremden Gesichtern, wurde ein Gottesdienst gefeiert, an den die meisten Anwesenden bestimmt noch lange und gerne zurückdenken.

 

Die von René Frank und Nadine Halli dargebotenen Musikstücke fanden allgemein großen Anklang.

 

Spitze fanden viele Besucher den Sketch, in dem im Anschluss an die Einspielung einer Sportreportage der Trainer und zwei Staffelläufer einer Leichtathletik-Mannschaft an der Theke bei einem Bier den Versuch unternahmen, den Fehler für den verpatzten Stabwechsel erst mal bei den Anderen zu suchen. Zur Ehrenrettung der Sportskameraden sei berichtet, dass letztendlich doch jeder die eigenen Fehler einsah.

 

In der Predigt ging Pastor Andreas Goetze auf die Perfektionisten ein, die alles richtig machen wollen, denn Fehler werden bei uns ja als etwas Schlimmes angesehen. Dabei kann nur derjenige, der Fehler macht, aus diesen Fehlern auch lernen. Es gab vier Hinweise auf den angemessenen Umgang mit eigenen Fehlern. Hinweis 1: Unterscheidung zwischen Fehler und Sünde. Sünde ist ein Verstoß gegen Gottes Gebot, ich handle lieblos gegen Andere oder auch gegen mich. Fehler soll man zugeben, auch bedauern, aber es ist keine Entschuldigung notwendig. Hinweis 2: Aus Fehlern lernen, denn Alles ist zu verbessern. Wer keine Fehler macht, kann auch nichts dazulernen. Und berechtigte Kritik darf nicht als Angriff auf unser Selbstbildnis gesehen werden, sondern als Chance. Hinweis 3: Aufhören mit Perfektionismus! Natürlich soll man qualitativ gute Arbeit leisten, es darf aber nicht ausufern. Hinweis 4: Jeder führt bewusst oder unbewusst immer wieder Zwiegespräche und es ist ausschlaggebend, dass wir positive Selbstgespräche führen. Der Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit soll uns helfen, Kritik zu akzeptieren, mit Kritikern und mit uns selbst liebevoll umzugehen und gedankliche Selbstdisziplin zu üben.

 

Das anschließend von Margitta Scheffer mit Anne (Mitarbeiterin im Wirtshaus EINSFÜNF) und Pastor Andreas Goetze wie gewohnt einfühlsam und trotzdem nachfassend geführte Interview mit Fragen aus dem Publikum brachte dann noch einige interessante Zusatzinformationen zu Tage.

 

Da auch Essen und Trinken während der Veranstaltung nicht zu kurz kamen, konnte man am Ende nur zufriedene Gesichter sehen. Dem Wirt, Herrn Dieter Wendland, und seinen Mitarbeiterinnen sei für den aufmerksamen und den besonderen Bedingungen angepassten Service gedankt.

 

In Gesprächen mit Gästen wurden die Idee des „Außer-Haus-Gottesdienstes“, die Umsetzung, der Inhalt und der gesamte Ablauf dieses Spätnachmittags ausdrücklich gelobt.

 

Und noch ein positiver Aspekt der Veranstaltung: Die Kollekte ergab einen Betrag von aufgerundet € 200,00 für das psychosoziale Zentrum „Die Brücke“ in Rödermark-Oberroden.

 

Helmut Jänecke

 

 

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