Verabschiedung Pfarrer Goetze und Familie am Pfingstmontag, den 28. Mai um 17 Uhr – herzliche Einladung zum Gottesdienst und anschließendem Zusammensein
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Hörendes Herz –

ein besonderes Bild nicht nur für die Adventszeit

 

Texte für den Konfirmanden - Gottesdienst am Sonntag (3. Advent), den 17.12. um 10.00 Uhr

 

1. Psalmvorschlag: Psalm 73 (im Gesangbuch: EG 733) Laura B./ Iris

 

2. Kyrie Tim/ Wiebke

a. Was hindert mich, auf Gott zu hören?

Eigentlich hindert mich gar nichts, auf Gott zu hören außer meinem Willen. Es passiert ja schnell, dass man Gott verdrängt oder nicht an ihn denkt und dass es vielleicht wichtig ist, was Gott sagt. Und wenn es zu laut ist: Bei lauter Musik und wenn man Unsinn im Kopf hat, hindert das, auf Gott zu hören.

 

b. Wenn ich nicht will und mich dicht mache, dann kann ich auch nichts hören. Es hindert mich, auf Gott zu hören, weil man ihn nicht direkt sieht und dass man ihn nicht direkt hört.

Auch manche Sachen, die in der Bibel stehen, sind für mich unglaubwürdig. Da fällt es mir schwer, auf Gott zu hören, wenn ich manche Geschichten lese, die so unerklärlich wirken, aber trotzdem passiert sind.

 

a. Manchmal will man „cool“ sein und tut das, was die Clique tut, auch wenn es einem ganz unwichtig vorkommt und andere Dinge viel wichtiger sind. Und wenn es „uncool“ erscheint, in die Kirche zu gehen und von Gott zu reden, dann tut man es erst ´mal nicht. Wenn die anderen sagen, es sei uncool: wer höre denn schon auf Gott? Man muss darauf achten, dass man nicht die falschen Freunde hat, die einem immer wieder sagen, dass es Gott nicht gibt.

Misstrauen und Verunsicherung hindern mich, auf Gott zu hören. Kriege, Gewalt, Naturkatastrophen, Angst, Armut und Elend sowie Krankheiten hindern mich, auf Gott zu hören – alles, was mich traurig macht und mir Sorgen bereitet. Da wird der Glaube an Gott verdrängt und ur Seite geschoben.

 

b. Es hindert uns, auf Gott zu hören, wenn wir wenig Zeit haben und wir mit vielem anderen beschäftigt sind, Vieles andere im Kopf haben: „Ich habe so viel andere Dinge zu tun, dass ich finde, keine Zeit für Gott zu haben“. Wenn um mich Chaos und Stress herrscht und alles angespannt ist.

 

a. Wir können Gott eben nicht hören, wenn wir zu sehr mit uns selbst beschäftigt sind. Wir wollen ihn vielleicht auch durch die Zeichen, die er uns gibt, nicht verstehen.

Deshalb rufen wir, Gott, zu Dir: Herr, erbarme Dich!

 

3. Gloria Tim/ Wiebke

a. Was hilft mir, auf Gott zu hören?

Mein Glaube. Ich habe dann das Gefühl, ich bin nicht allein. Er ist da und hört mir zu. Doch ich kann das nicht beweisen, sondern muss darauf vertrauen.

 

b. Jetzt, in der Advents- und Weihnachtszeit, sind es die Weihnachtsleider: sie helfen mir, auf Gott aufmerksam zu werden. Man kann auch mehr über Gott lesen und sich so mit ihm beschäftigen. Wenn ich in der Bibel lese und auch durch Predigten habe ich mehr von Gott erfahren. Wenn wir auf Gott hören, dann weiß er vielleicht auch, wie wir rauskommen aus bestimmten Lagen. Es hilft mir, an Gott zu denken, wenn man davon hört, was er alles schon gemacht haben soll. So finde ich auch die Gottesdienste wichtig. Viele Gottesdienste und die Musik helfen mir, auf Gott zu hören. Auch das gemeinsame Beten und singen und die Abendmahlsfeiern.

 

a. Die Kirche, die Gemeinde, der Konfi-Unterricht hilft mir, dass mir meine Beziehung zu Gott mehr bewusst wird.

Ich habe auch schon erlebt: als ich mit Gott sprach, dann wurde schon einmal was wahr, um was ich bat. Kleine persönliche „Wunder“, die Hoffnung hilft mir, auf Gott zu hören.

Es hilft mir, auf Gott zu hören, wenn es ganz leise ist, wenn ich abends gemütlich irgendwo sitze. Stille und Einsamkeit sind mir wichtig, um auf Gott achten zu können.

Wenn ich mir mehr Zeit nehme, auf Gott zu hören, kann ich ihn vielleicht auch erfahren, wenn ich entspannt bin und in mich hineingehe.

Ich kann Gott auch erfahren im singen und loben. Und so wollen wir Gott lobsingen und seinen Heiligen Namen preisen:

 

 

Gedanken zum Bild (Predigt)

 

a. Anregung zur Bildbetrachtung Sabrina

Ich möchte Sie und euch jetzt bitten, sich das Bild zu betrachten, dass wir alle am Eingang bekommen haben.

Schaut euch das Bild in Ruhe an. Lasst es auf euch wirken.

 

Was stellt das Bild dar?

 

Wie wirkt das Bild auf mich und was empfinde ich beim Anschauen?

 

Dieser Mensch ist „ganz Ohr“. Ich überlege: was hört er? Worauf hört er?

 

Wo will ich in dieser Adventszeit besser hinhören? Worauf will ich mehr achten?

 

Was hindert mich, auf Gott zu hören? Was hilft mir, auf Gott zu hören?

 

 

b. Gedanken zum Bild Ilka/ Steffi/ Julia E.

* Wir haben, jede und jeder für sich, das Bild auf uns wirken lassen und uns unsere Gedanken dazu gemacht. Auf dem Bild ist ein Mann zu sehen, der nach oben guckt und seine Ohren hält. Manche sagten, der Mensch wirke traurig auf sie, weil er die Mundwinkel so nach unten zieht. Anderen kommt er so vor, als würde er auf jemand sehr Großes sehen und genau wissen wollen, was er sagen wird.

r wirkt erstaunt, auch ein bisschen angstvoll. Er erinnert mich an den blinden Bartimäus, der unbedingt Jesu Stimme hören will und Angst hat, überhört zu werden. Er hört gespannt zu. Die großen Augen sagen: er ist erwartungsvoll und will noch mehr hören.

 

 

* Wir überlegten: was nimmt der Mensch gerade wahr? Was hört er? Und: worauf hört er? Er schult sein Gehör und achtet auf ein fremdes Geräusch. Vielleicht ist es auch eine Stimme, die ihm bekannt ist. Möglicherweise konzentriert er sich auf Musik und achtet besonders auf einzelne Töne. Vielleicht möchte er aus allen Stimmen, die um ihn herum zu hören sind, die richtige Stimme mit dem richtigen Rat heraushören. Er will es nicht verpassen, wenn ihm jemand antwortet. Er möchte die Stimme Gottes heraushören aus all den vielen Geräuschen, die ihn umgeben.

 

* Er hält seine Hände hinter die Ohren, damit er besser hören kann. So kann er sich auch mehr konzentrieren. Er will seine Gehörgänge frei bekommen. Er versucht, sehr angestrengt etwas zu hören. Er wirkt auf mich sehr ernst. Vielleicht hat er auch um etwas gebeten und wartet auf Antwort.

Er hält seine Hände hinter die Ohren, damit er besser verstehen kann: wahrscheinlich wird nur geflüstert. Der, der antwortet, redet leise. Und der Mensch möchte genau verstehen. Er möchte richtig zuhören, genau auf die Stimme hören, die wirklich wichtig ist und nichts verpassen. Vielleicht möchte er mehr auf seine Gefühle achten

Wenn er versucht, auf Gott zu hören, muss es um ihn wirklich leise sein. Denn Gott redet nicht laut, er ist wie eine leise Stimme eines Vogels, der leicht zu überhören ist.

 

* Die Adventszeit gilt als Vorbereitungszeit auf Weihnachten. Die Farbe violett ist die dazugehörige Farbe im Kirchenjahr und weist auf diese besondere Zeit hin. Die Adventszeit ist eine Zeit der Besinnung. Sie soll uns helfen, unser Leben zu überdenken und nach Gottes Willen zu fragen. Worauf will ich mehr achten? Einzelne haben sich dazu folgende Gedanken gemacht:

Ich möchte meine Versprechen halten. Ich mache das zwar sehr oft, aber halt manchmal doch nicht.

 

Ich möchte mehr auf mein Leben achten, damit ich es besser in den Griff kriege.

 

Ich möchte überhaupt mehr darauf achten, was ich tue.

 

Ich möchte versuchen, meinen Mitmenschen immer eine gute Stimme zu sein.

 

Ich möchte mehr lachen und mit meiner Familie mehr Spaß haben als sonst. Ich will einfach nur glücklich sein.

 

Ich möchte nicht so viel lügen.

 

Ich möchte nicht so zickig sein.

 

Ich möchte jedem zuhören, wenn er mir etwas sagen möchte.

 

Ich möchte allen noch mehr zuhören, dass ich sie besser verstehe und keine Missverständnisse auftreten.

 

Ich möchte aufmerksamer und hilfsbereiter sein.

 

Ich möchte mehr auf andere hören, auf ihre Gefühle, auf deren Leid und Freude, aber auch auf deren Ängste.

 

Ich möchte mehr darauf achten, keine Leute zu verletzten.

 

* Auf wen möchte ich mehr hören? Wem möchte ich mehr Gehör schenken?

Dazu haben ganz viele von uns geschrieben, dass sie noch mehr auf ihre Freunde und ihre Eltern hören wollen, auf ihre Familie und auf Gott. Auch möchten einige mehr auf ihre Lehrer hören, die ja eigentlich nur Gutes für uns möchten, und auf den Rat der Freunde. Ich möchte auf die Leute hören, die mir bessere Vorschläge für meine Zukunft machen und mir helfen wollen.

* Einige schrieben auch: Ich möchte mehr auf die achten, denen es schlecht geht. Und auf Schwächere, dass sie nicht übersehen werden. Ich möchte denen mehr Gehört schenken, denen es schlechter geht als mir. Oft werden Leute nicht so recht beachtet und deshalb hört man ihnen nicht zu: denen möchte ich auch mehr Gehör schenken.

Ich möchte, dass ich die wichtigen Stimmen von den unwichtigen unterscheide. Ich will besser hinhören, was andere Leute einem raten und auch beachten, was die Geschichte Jesu einem sagt.

 

* Ich möchte mehr auf Gott hören und ihm Gehör schenken.

Ich möchte darauf achten, dass mehr Leute Aufmerksamkeit bekommen, speziell meine Freunde und meine Familie. Jeder hat Aufmerksamkeit verdient. Und ich möchte noch mehr auf mich selbst achten.

Ich möchte denen mehr Gehör schenken, die vielleicht Sorgen haben und mir etwas anvertrauen wollen.

Ich möchte mehr auf das Wohlergehen meiner Mitmenschen achten.

 

* Auf unserem Bild ist ein Mensch dargestellt, der ganz Ohr ist. Seine Hände hat er an die Ohrmuscheln gelegt, damit ihm nichts entgeht. Die Ellenbogen stoßen aneinander. Und so entsteht aus den Unterarmen, den Händen, dem Kopf ein Umriss, der an ein Herz erinnert. Aufmerksames Hören fällt uns schwer. Wir können nichts erzwingen. Aber wir können Voraussetzungen schaffen, indem wir der Stille und der Besinnung in unserem Leben Raum geben. So können wir lernen, auf die Stimme unseres Herzens und auf Gottes Stimme zu hören. Advent – Gott kommt zu uns. Und wir? Wir sind von Gott zur Antwort gerufen.

 

 

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