Die Evangelische Kirchengemeinde Jügesheim
Bis 1964 gehören die Jügesheimer Evangelischen zur Kirchengemeinde Dudenhofen. 1925 zählte man 48, 1930 69 evangelische Christen in Jügesheim.
Ab dem 1.Juli 1964 besteht die evangelische Kirchengemeinde Jügesheim, zu dieser gehören Hainhausen und Weiskirchen.
Der vom Dekanatssynodalvorstand berufene Verwaltungsausschuß der neuerrichteten Kirchengemeinde trat am 24.Juli 1964 zu seiner konstituierenden Sitzung unter dem Vorsitz von Dekan Eckert aus Offenbach in der Sakristei der Gustav-Adolf-Kapelle in Weiskirchen zusammen.
Der 1. Verwaltungsausschuß bestand aus folgenden Damen und Herren:
aus Jügesheim:
Frau Marie Fecher
Frau Helene Stocklossa
Herr Georg Scheerer
Herr Ewald Wiechmann
aus Weiskirchen:
Herr Peter Dewald
Herr Jakob Fleisch
Herr Walter Krusat
Herr Karl Ohl
aus Hainhausen:
Herr Rudolf Gabelmann
Der Verwaltungsausschuß beantragt bei der Kirchenleitung, die Ausschreibung der Pfarrstelle auszusetzen und Herrn Pfarrer Roth mit der Verwaltung zu betrauen.
Herr Pfarrer Roth übernimmt den Vorsitz im Verwaltungsausschuß.
Das 1. Pfarramt wird in einem angemieteten Haus in Jügesheim, Babenhäuser Straße 5, eingerichtet.
Gottesdienst ist in den drei Gemeinden zu halten, in Hainhausen zweimal monatlich, in Jügesheim und Weiskirchen wöchentlich.
Bisher hatte in Jügesheim kein eigener Gottesdienst stattgefunden. Die ev. Christen mußten zu den Gottesdiensten nach Dudenhofen oder Weiskirchen gehen.
Die ersten Arbeitskreise bilden sich: Frauenkreis, Singkreis.
Die ersten Anschaffungen werden notwendig: Büroeinrichtung, Kirchengegenstände wie Kreuz und Leuchter, Geräte für das Abendmahl und die Taufe.
Der Beitritt zum Rentamt Groß-Umstadt erfolgt nach Beschluß des Verwaltungsausschuß vom 4.12.1964 zum 1.1.1965 .
Der erste Haushaltsplan 1965 schließt, ausgeglichen, mit einem Betrag von DM 31 646,90 ab.
Die Kirchengemeinde hat 1965 3100 Kirchenmitglieder, davon in Jügesheim 1500, in Hainhausen 500 und in Weiskirchen 1100. 1989 sind in Jügesheim 2480 gemeldet, der Haushaltsplan umfaßt ein Volumen von DM 387 458,00 .
Die Renovierung der Gustav-Adolf-Kirche kostet lt. Abschluß vom 28.1.1966 DM 2 680,10 .
In Hainhausen wird ein Haus angemietet, im Februar 1967 findet hier der erste Gottesdienst statt.
Der erste gewählte Kirchenvorstand am 28.5.1967 bestand aus 14 Mitgliedern:
aus Jügesheim: Herr Ewald Wiechmann, Frau Marie Fecher,
Frau Helene Stocklossa, Herr Gerhard Piske,
Herr Georg Scheerer, Herr Helmut Keller,
Herr Ulrich Klawitter;
aus Weiskirchen: Herr Albert Busch, Herr Karl Ohl, Herr Peter Dewald
Herr Heinz Bamesreiter, Herr Jakob Fleisch;
aus Hainhausen: Herr Rudolf Gabelmann, Herr Peter Bäcker.
Die Schenkungsurkunde der politischen Gemeinde Jügesheim vom 25. Oktober 1967 über das Gelände an der Berliner Straße 2 an die evangelische Kirchengemeinde Jügesheim, beglaubigt vom Amtsgericht in Seligenstadt, wird vom Evangelischen Kirchenvorstand in der Sitzung vom 9. Februar 1968 genehmigt.
Der Gemeindesaal in Hainhausen wird in Februar 1968 neu ausgestattet, Kosten DM 7 792,10 .
Am 28.Juni 1968 beginnt die Vorplanung für unser Gemeindezentrum in Jügesheim:
Kindergarten, Raumprogramm, 1.Vorplanung.
Am 20.September 1968 wird die Ev. Kirchengemeinde Rembrücken eingemeindet. Auf Antrag wird eine Pfarrvikarstelle für Hainhausen, Weiskirchen und Rembrücken in Weiskirchen eingerichtet, erster Pfarrvikar ist Götz van Riesen.
Im Dezember erfolgt der Auftrag zur Planung des ev. Gemeindezentrums Jügesheim an den Architekten Herrn Hans-Georg Heimel in Frankfurt.
Im Januar 1969 beschließt der Kirchenvorstand, auf das seit der Währungsreform bestehende Kirchgeld von DM 6,00 pro Person und Jahr, das unabhängig von der Kirchensteuer an das Pfarramt gezahlt wurde, zu verzichten.
Am 16. Mai 1969 beschließ der Kirchenvorstand, auf den Bau einer Kirche zugunsten eines Gemeindezentrums mit Kindergarten zu verzichten. Da die Gemeinde aber das notwendige Geld nicht verfügbar hat, muß sie sich noch in Geduld üben, bis die Kirchenverwaltung die notwendige Finanzierung übernimmt.
Pfarrvikar van Riesen tritt zum 1. August 1970 seinen Dienst in Hainhausen an. Zur Pfarrvikarstelle gehören nun die Filialgemeinden Hainhausen, Weiskirchen und Rembrücken.
Für die Gemeinde Jügesheim wird eigenes Kirchengerät für Taufe und Abendmahl angeschafft.
Seit 1967 hatte die Gemeinde die Geräte von Weiskirchen genutzt, die der Gustav-Adolf-Kirche von der Frauenhilfe Dudenhofen gestiftet worden waren.
März 1971 : Die Kirchengemeinde stellt der politischen Gemeinde Jügesheim einen Teil Ihres Grundstückes zum Bau des Kindergartens in Erbpacht zur Verfügung. Der Endgültige Vertrag wird dann am 27. September 1972 unterzeichnet.
Der Kindergarten wird nach den Plänen des Architekten Heimel erstellt, so daß er später mit dem Gemeindezentrum und dem Pfarrhaus eine Einheit bildet.
Unter reger Anteilnahme der Gemeinde findet am 2.Mai 1971 die Ordination von Pfarrvikar Götz van Riesen in Weiskirchen statt.
Im Dezember 1971 beschließt der Kirchenvorstand darauf hinzuwirken, daß die Gemeinden Weiskirchen, Hainhausen und Rembrücken selbständig werden.
Am 1. Mai 1972 wird Pfarrvikar Rolf Niemz Nachfolger von Pfarrer van Riesen.
Der Festgottesdienst zur Grundsteinlegung des neuen Gemeindezentrums fand am 27. August 1972 statt. Anwesend waren u.a. Bürgermeister Albert, Architekt Heimel, und Pfarrer Philipp Kern von der katholischen Gemeinde.
Richtfest Kindergarten 16. Oktober 1972
Zum 1.1.1973 wird von der Kirchenleitung die Teilung der Kirchengemeinde genehmigt. Für die 1973 anstehende Kirchenvorstandswahl werden daraufhin zwei Wahlausschüsse gebildet.
Pfarrvikar Rolf Niemz wird mit der Verwaltung der neuen selbständigen Gemeinde Weiskirchen, Hainhausen und Rembrücken beauftragt.
Am 23. Januar 1974 findet der erste ökumenische Gebetsgottesdienst in der kath. Kirche statt, was für viele Menschen etwas ganz neues ist.
Am 12.März 1974 zieht das Pfarramt aus der Babenhäuser Straße 5 um in die Berliner Straße 2.
Fast zehn Jahre nach der Gründung der Evangelische Kirchengemeinde Jügesheim konnten wir unser Gemeindezentrum an der Berliner Straße 2 in Jügesheim am 19.Mai 1974 unter der Teilnahme zahlreicher Ehrengäste einweihen.
Nach dem Gottesdienst ging die Gemeinde auf dem Wege in eine frohe Zukunft mit dem Altarkreuz und den Leuchtern durch die Straßen von Jügesheim vom Nordring zur Berliner Straße.
Nach diesen Jahren, in denen die Sonntagsgottesdienste, sowie auch alle anderen Veranstaltungen, d.h. Singkreis, Männerabende, Frauenkreis, Bibelstunde, Konfirmandenunterricht und Kirchenvorstandsitzungen in der damaligen Georg-Büchner-Schule am Nordring, heut Carl-Orff-Schule, stattfanden, war es nun soweit: die Evangelische Kirchengemeinde Jügesheim hat ihr eigenes zu Hause.
Der Tag stand unter dem Losungswort:
„Ja, Ihr sollt meine Herde sein, die Herde meiner Weide, und ich will Euer Gott sein, spricht Gott der Herr.“ Hesekiel 34,31
März 1975 : Zum ersten mal findet der Weltgebetstag unter der Beteiligung katholischer Frauen statt.
April 1975 : Der Kindergottesdienst wird von so vielen Kindern besucht, daß die Gruppe geteilt werden muß. Drei Mädchen sind bereit, Frau Roth sonntags zu helfen.
25. Mai 1975 erstes Gemeindefest zum einjährigen Bestehen im Gemeindezentrum.
Im Januar 1976 wird der Künstler Bernd Rosenheim mit der Schaffung eines Bildes für den Kirchenraum beauftragt. Hr. Pfr. Roth nimmt Kontakt mit der Firma Oberlinger zum Bau einer Orgel auf.
Ab Mai 1976 erscheint der Gemeindebrief in unregelmäßigen Abständen.
Am dritten Adventssonntag wird im Gottesdienst das große Bild von Bernd Rosenheim enthüllt. Nicht alle haben das Bild mit Freuden aufgenommen. Es wurden Stimmen laut, es sei zu modern.
Am Reformationstag 1977 feiern evangelische und katholische Christen gemeinsam einen Gottesdienst im evangelischen Gemeindezentrum . Die Predigt hält Pfarrer Meissner. Die musikalische Gestaltung hatte der Singkreis unter der Leitung von Pfarrer Roth.
Am Sonntag, den 30. September 1978 hat Herr Kantor Knoch aus Ober-Roden in einem Orgelkonzert der Gemeinde das neue Instrument vorgestellt. Zusammen mit seinem Sohn (Trompete) spielte er u.a. Werke von Johann Pachelbel, Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel. Dabei konnten sich die Zuhörer von den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten der Orgel und ihrem Wohlklang einen Eindruck verschaffen.
Seitdem hat sie der Gemeinde bei jedem Gottesdienst und zu manchen Gelegenheiten immer wieder aufs neue erfreut.
Zum ersten Mal in der Kirchengeschichte Jügesheims kommen der Katholische Pfarrgemeinderat und der Evangelische Kirchenvorstand zu einer gemeinsamen Sitzung am 20 Juni 1980 im Evangelischen Gemeindezentrum zusammen.
Am 18. Oktober 1981 findet im Gemeindezentrum der jährliche Männersonntag des Männerwerkes der EKHN statt.
Frau Renate Groha von der katholischen Pfarrgemeinde beginnt am Donnerstag, den 19. November 1981 mit der wöchentlich stattfindenden ökumenischen Gebetsstunde.
Am 26. Januar 1982 beschließt der Kirchenvorstand die Erhöhung der Kindergartenbeiträge auf 80,00 DM monatlich plus 2,00 DM für das Material.
Wie in jedem Jahr im Dezember feiert der Kirchenvorstand gemeinsam mit dem Singkreis und eine Woche später mit den Kindergärtnerinnen, die zu einem Dankeschön-Essen in das Gemeindezentrum eingeladen werden.
Am 29.03.1983 beschließt der Evangelische Kirchenvorstand Jügesheim, mit der Evangelischen Kirchengemeinde Heiligenstadt eine Partnerschaft einzugehen, was im September 1983 geschieht.
Eine kleine Gruppe des Kirchenvorstands fuhr einige Monate später nach Heiligenstadt, um die ersten Kontakte zu knüpfen. Das Ziel der Partnerschaft sollte die Verbundenheit mit unseren Glaubensschwestern und -brüdern im anderen Teil Deutschlands sein.
Nach den Sommerferien 1984 schreibt Pfarrer Roth: „Mit klopfendem Herzen treten wir die Reise in meinem Auto an. ... Natürlich haben wird das Auto vollgepackt mit Geschenken wie Kaffee, Gebäck, Schokolade und vor allem Obst: Bananen und Trauben. ... Unsere Gastgeber nahmen uns mit Freuden auf. .. Am Abend war gleich eine Kirchenvorstandssitzung, in der ausführlich über die Verhältnisse in Deutschland West und Ost diskutiert wurde.“
20. September 1985 zweite Besuchsfahrt nach Heiligenstadt, die seitdem jährlich stattfindet.
19. November 1985 Gründung des Handarbeitskreises.
Ab Januar 1986 hat Dudenhofen wieder einen Pfarrer, Herrn Gattermann. Herr Pfarrer Roth kann nach einem halben Jahr die Vakanz-Vertretung wieder abgeben.
Der besinnliche Adventsnachmittag mit Kaffee und Kuchen und Musik findet wie in jedem Jahr am 2. Advent statt.
Am 7.März 1987 wird die Rodgau-Passage mit einer „Weihe“ durch die Pfarrer Meissner und Roth eröffnet.
Am 31.März führt die Carl-Orff-Schule im Gottesdienst das Singspiel „Der Turmbau zu Babel“ auf.
Im November startet eine Umfrage unter Gottesdienstbesucher über die Gottesdienstzeiten.
Zwei Drittel der Befragten sprechen sich für die Beibehaltung der Anfangszeit um 09:30 Uhr aus.
Am 30.November 1987 beginnen Frau Bergert und Frau Große mit der Kindergruppe „Kirche & Co.“
Juli 1988 Kindergarten : der Kirchenvorstand entspicht dem Antrag auf gemeinsame Erziehung von behinderten und nicht behinderten Kinder (Einzelintegration) zum Kindergartenjahr ‘89/’90.
Wir freuen uns über den Besuch von Pfarrer Hans- Martin Lange aus Heiligenstadt im April 1989.
Am 21. Mai 1989 wird das Jubiläumsfest „25 Jahre Evangelische Kirchengemeinde Jügesheim“ begangen.
Ab Mitte des Jahres 1989 wird erwogen, eine Lautsprecheranlage zu installieren. Diese wird allerdings erst rund 5 Jahre später im Juni 1994 in Betrieb genommen.
Im Juli 1989 beschließt der Kirchenvorstand, den Schaukasten zu erneuern.
Es beginnt eine Diskussion, ob ein Gemeindebrief regelmäßig erscheinen soll.
Es wird auch diskutiert, ob am Gemeindezentrum ein Kreuz angebracht werden soll, um die Anlage als kirchliche Anlage kenntlich zu machen.
Im August 1989 wird der von Herrn Kant gestiftete neue Taufstein eingeweiht.
Im November 1989 ändert sich das Verhältnis zur Partnergemeinde in Heiligenstadt, da nach Öffnung der Grenzen die Besuchsmöglichkeiten nicht mehr eingeschränkt sind. Aber auch das hat sich später normalisiert.
Technische Erneuerung bilden die im Januar 1989 im gesamten Gemeindezentrum eingebauten Energiesparlampen.
An der Neugestaltung des Kindergartenspielplatzes beteiligt sich die Kirchengemeinde mit einem Zuschuß von 10.000,00 DM.
Zum Jahresende hin muß wieder einmal das Flachdach des Gemeindezentrums repariert werden.
Zum ersten Mal brauchen wir zu dem Besuch vom 22.-24.Juni 1990 der Partnergemeinde in Heiligenstadt keine Einreisegenehmigung mehr.
Am 8. September kommt ein ganzer Bus voller Leute aus Heiligenstadt zum Gegenbesuch.
Pfarrer Lange überreicht der Gemeinde ein Kreuz auf einem Stück DDR-Zaun. Es hängt seitdem im Gottesdienstraum unter der Empore.
Im November wird die Einrichtung einer Mutter-Kind-Gruppe beschlossen.
Im Dezember 1990 wird vom Kirchenvorstand zum ersten Mal der Antrag auf eine halbe Gemeindepädagogenstelle eingebracht. Im Juni und im Oktober 1991 wird dieser Antrag gegenüber der Kirchenverwaltung jeweils erneuert da der Kirchenvorstand der Ansicht ist, daß die Jugendarbeit gefördert werden muß.
Am 1.9.1992 tritt schließlich Frau Petra Kuntze (durch Heirat später Berger) diese Stelle an.
Am Nikolaustag gestaltet der Spielmannszug der TGS Jügesheim ein Konzert zu Gunsten der Wilhelm-Busch-Schule, da diese abgebrannt war.
Frau Kuntze bot den ersten Weihnachtsbastelmarathon an, zu dem schon damals viele Kinder kamen.
Am 1.Januar 1991 übernimmt Frau Sabine Röder die Leitung des Kindergartens.
Zum ersten Mal überreicht am Ostersonntag 1991 im Gottesdienst Frau Renate Groha eine geweihte Osterkerze als Geschenk der Katholischen Pfarrgemeinde.
Im Juni 1992 kommt Kritik am Abendmahl-Geschirr auf: soll weiter der Gemeinschaftskelch genommen werden oder lieber Einzelkelche ? Und auch die Frage ob Wein und / oder Saft gereicht werden sollen, wird schon hier Thematisiert. Die Diskussion darüber geht weiter.
Im Sommer erbt die Evangelische Kirchengemeinde gemeinsam mit der Katholischen Kirchengemeinde und einer Stiftung das Vermögen der kinderlosen Familie Nilson.
Dieses Erbe wurde Grundlage der späteren Renovierung und Umgestaltung des Gemeindezentrums.
Anfang 1993 wird ein Fahrdienst ins Leben gerufen. Ansprechpartner war und ist Herrn Lott.
17.-19.Mai : Konfirmandenfahrt nach Höchst im Odenwald.
Der kirchliche Besuchsdienst wird im Sommer 1993 eingeführt. Im Laufe des darauffolgenden Jahres besuchen sich die Gemeinden aus Jügesheim und Dudenhofen wechselseitig.
Im August 1994 geht es mal wieder um die Technik: die Heizung muß erneuert werden und wird bei der Gelegenheit gleich von Öl auf Gas umgestellt.
Am 12.November 1994 wählt die Synode des Dekanats Rodgau Frau Pfarrerin Jürges-Helm aus Seligenstadt zur Dekanin. Sie tritt die Nachfolge von Dekan Blum an.
Anfang 1995 schafft der Kirchenvorstand die Voraussetzungen zur Einstellung einer Pfarramtssekretärin. Ab 20. Juli ist Frau Hackel dann hier tätig.
Der Kindergarten wird im September ’96 in eine Teilzeittagesstätte umgewandelt, indem die Öffnungszeiten auf 07:00 bis 14:00 Uhr ausgeweitet werden.
Das Ende der Dienstzeit unseres Herrn Pfarrers, Herrn Gerhard Roth, rückt schnell näher. Pfarrer Roth, der erste Pfarrer unserer Gemeinde, war über 35 Jahre im Rodgau tätig, zunächst in unserer Muttergemeinde Dudenhofen und später in Jügesheim. Er hat die Kirchengemeinde entscheidend mitgeprägt.
Am 03. September 1995 wurde Herr Pfarrer Roth verabschiedet. Seinen letzten Gottesdienst in Jügesheim gestaltete er gemeinsam mit dem Singkreis. Im Rahmen der anschließende Feier wurde ihm von Bürgermeister Paul Scherer für sein Wirken die Bürgermedaille in Silber der Stadt Rodgau überreicht.
Frau Pröpstin Nevelling-Wagener stellt am 25.September 1995 dem Kirchenvorstand Herrn Pfarrvikar Andreas Goetze vor, der offiziell zum 1.Januar 1996 seinen Dienst in der Gemeinde antrat.
Die Ordination und Amtseinführung wird am 21.Januar 1996 von Pröpstin Gundel Neveling-Wagener vorgenommen. Im Verlauf der Feier im Anschluß an den Gottesdienst spielte das Kabarett „Duo-Camillo“.
Gottesdienst-Werkstatt: „Gemeinde-aktiv“, unter dieser Überschrift gründet die evangelische Kirchengemeinde Jügesheim zwei Arbeitsgruppen. Zum einen geht es darum, einen lebendigen Gottesdienst zu gestalten. Zur Diskussion steht das Thema zum ersten Mal am Montag, 5.2.96 um 19:30 Uhr im Gemeindezentrum. Zum anderen heißt es, regelmäßig eine Gemeindezeitung zu machen. (aus Bürgerblatt vom 31.1.96).
Am 13.Februar startet das „Clübchen“ ein neuer Eltern-Kind-Treff auf Anregung von Anke Föst. Jeden Dienstag von 10 bis 11:30 Uhr können Kinder ab etwa einem Jahr mit ihren Müttern oder Vätern spielen.
Die Kirchenverwaltung will aus Kostengründen die Gemeindepädagogenstelle streichen. Der Kirchenvorstand setzt sich erfolgreich für die Weiterführung der Arbeit ein.
Der Kindergarten veranstaltet einen Flohmarkt am 23.März 1996.
Die Osternacht begann in diesem Jahr erstmalig ökumenisch mit einer Andacht am Osterfeuer: wechselseitig segneten Pfarrer Meissner und Pfarrer Goetze die Osterkerze der jeweils anderen Gemeinde.
Im April 1996 erscheint das erste neu gestaltete „Gemeindejournal“, das von nun an alle zwei Monate an alle evangelischen Haushalte verteilt wird.
Die EJDR veranstaltet am 13.Juli ihr 7. Freiluft-Volleyballturnier. Jügesheim erringt Platz 6 unter 12 Mannschaften.
Gemeinde und Kindergarten veranstalten am 14.Juli gemeinsam ein Sommerfest.
Im September 1996 ziehen zwei Klassen der Wilhelm-Busch-Schule in das Gemeindezentrum, weil nach dem Schimmelpilzbefall des Teppichbodens die Schulräume nicht mehr nutzbar sind.
Erste Familienfreizeit vom 2. bis 5. Oktober in Ulrichstein.
„Radio Ear“, die Rundfunkinitiative der EJDR, sendet vom 22.November bis 1.Dezember von der Empore des Evangelischen Gemeindezentrums.
Januar 1997: Die Außenwände des Gemeindezentrums aus Beton müssen saniert werden. Kosten ca. 180.000,00 DM. Die notwendige Sanierung des Flachdachs wird vom Kirchenvorstand zum Anlaß genommen, ein komplett neues Dach in Auftrag zu geben. Architektenentwürfe werden später auch der Gemeinde vorgelegt.
Im Gedenkgottesdienst für die Opfer des Nationalsozialismus am 26. Januar spricht auch Bürgermeister Paul Scherer.
Am 4.Mai besucht die Kirchengemeinde Jügesheim das Kirchweihfest in Heiligenstadt.
Die Eltern-Kind-Treffs (inzwischen 4) der Gemeinde, die „Clübchen“, feiern ihr Maifest.
Das Figurentheater Buxte-und Hude besucht das 2.Gemeinde- und Kindergartenfest am 13.Juli 1997. Eine große Tombola zu Gunsten des Umbaus erbringt nahezu 9.000,00 DM .
Die EJDR veranstaltet am 19.Juli ihr 8.Freiluft-Volleyballturnier. Jügesheim erringt den 2.Platz
Die jugendlichen Gemeindemitglieder gehen aufs Wasser: vom 22. bis 31.August Kanufreizeit auf der Dordogne.
19.Oktober: 50 Jahre Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)
Im Oktober/November findet ein Gemeindeseminar zu Grundfragen des Glaubens statt, aus dem sich ein Gesprächskreis entwickelte.
„Radio Ear“ sendet wieder vom 14.November auf Welle UKW 107,5MHz
Beim Adventsbummel in Jügesheim verkauft die evangelische Gemeinde zu Gunsten der evangelischen Schularbeit im Heiligen Land (THALITA KUMI) Olivenholzartikel aus Bethlehem.
Predigtenreihe der evangelischen Gemeinden im Rodgau im Januar 1998: Evangelisch aus welchem Grund ?
Das Thema Glockenturm kam im Februar erneut auf das Tapet und bleibt aber weiter Zukunftsmusik. Der Umbau mit dem neuen Pyramidendach beginnt Mitte Juli.
Ausstellung im Foyer des Gemeindezentrum im Mai zum „Buch der Bücher“. Titel: „Sie werden lachen - die Bibel“
Im April 1998 wird der Initiativkreis Kirche 2000 gegründet, der ein geistliches Leitbild der Gemeinde erarbeiten soll.
Während der Fußball-WM werden in der Kirche im Rahmen der Fußballparty die Spiele der Endrunde auf einer großen Leinwand übertragen.
10.-24. Oktober 1998 : Israel/Palästinareise
Das Glaskunstfenster und die meisten Umbauarbeiten können kurz vor dem Weihnachtsfest abgeschlossen werden. Im Januar beginnt die Fertigstellung der neuen Jugendräume im Keller.