Verabschiedung Pfarrer Goetze und Familie am Pfingstmontag, den 28. Mai um 17 Uhr – herzliche Einladung zum Gottesdienst und anschließendem Zusammensein
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Bilder der Mauer
 

Kreativer Protest

„Bilder an der Mauer“ in der Emmausgemeinde

 

Die Mauer führt quer durch Israel und Palästina und gilt als Symbol für die verpassten Chancen auf Frieden im Nahen Osten. Seit 2002 baut der Staat Israel diese „Trennbarriere“. Über 700 Kilometer lang soll sie werden, teilweise mehr als acht Meter hoch. Mehr als zwei Drittel sind bereits fertig. Oft sind palästinensische Gebiete durch die Mauer völlig von der Außenwelt abgeschnitten, dass ein zusammenhängender Staat Palästina nicht mehr möglich ist. So ist beispielsweise die Region Bethlehem mit der evangelischen Schule TALITA KUMI fast eingeschnürt. Jerusalem liegt nur acht Kilometer entfernt und ist doch nahezu unerreichbar.

 

Als Zeichen ihres Protests gegen die Mauer haben Künstler aus aller Welt zusammen mit israelischen und palästinensischen Friedensaktivisten Bilder auf den Beton gemalt – eine gewaltfreie Auflehnung ohne Hass und Rachegelüste, sondern voller Ironie, Witz und manchmal sogar Optimismus, dass dieses absurde Bauwerk nicht von langer Dauer sein kann. „Bilder an der Mauer“ heißt die Ausstellung über den kreativen Protest, die die Evangelische Emmausgemeinde in Jügesheim vom 26. April  bis 28. Mai zeigt. Hinzu kommt eine Reihe von Begleitveranstaltungen mit Gästen aus dem Libanon und aus Palästina - Gelegenheit, aus erster Hand etwas über Hintergründe des Nah-Ost-Konfliktes zu erfahren.

 

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 26. April, um 10 Uhr mit einem Gottesdienst, in dem der Dekan der „Near East School of Theology" (N.E.S.T.) in Beirut (Libanon), Dr. George Sabra, die Predigt zum Thema „Glauben in bedrängter Situation“ halten wird.  Der libanesische Christ Sabra hat an der Uni Tübingen promoviert. Die N.E.S.T., an der Pfarrer Andreas Goetze 2007 einen dreimonatigen Studienaufenthalt verbrachte, pflegt Kontakt zu allen christlichen Kirchen und fördert den christlich-muslimischen Dialog.

 

„Einmauern – ausgrenzen. Eine Bethlehem-Geschichte“ heißt es am Dienstag, 28. April. Eine Filmdokumentation informiert über Mauerbau und Landraub der israelischen Regierung im Raum Bethlehem. Anschließend gibt es ein Hintergrundsgespräch mit Pfarrer Andreas Goetze und Elke Kirchner-Goetze, ehemalige TALITA KUMI-Lehrerin. 

Über die Wiege von Judentum, Christentum und Islam im Großraum Syrien geht es am Mittwoch, 6. Mai:Jesus, der erste muhammad – vom gemeinsamen Erbe von Christentum und Islam“.

 

Am Dienstag, 12. Mai, schildert der Film„Checkpoint“ von Yoav Shamir eindrucksvoll den Alltag an den über 200 Kontrollstellen in den vom Staat Israel besetzten Gebieten. Diese „Checkpoints“ stehen an den Zufahrten zu allen palästinensischen Städten und zwischen den einzelnen Dörfern und unterbinden so jede freie Bewegung. Ein Reisebericht mit Powerpoint-Präsentation lässt am Mittwoch, 20. Mai, die Stationen der von Pfarrer Goetze begleiteten Studienreise „Jordanien und Syrien – faszinierende Kulturen und vielfältige Religionen“ vom Herbst 2008 noch einmal erleben.  

 

„Wir leben – wir singen – wir wollen Zukunft!“, heißt es zum Abschluss am Mittwoch, 28. Mai, bei einem Begegnungsabend mit jungen palästinensischen Christinnen und Christen des TALITA KUMI-Schulchores. „Die Lage ist schlimm, aber wir lassen uns nicht vom Hass überwinden. Dem Grau der Mauer begegnen wir mit den Farben des Friedens, denn jede Mauer wird ´mal brechen", so einer der Jugendlichen.

 

 

Alle Begleitveranstaltungen finden jeweils um 19.30 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum in Jügesheim, Berliner Straße 2, statt. Der Eintritt ist stets frei, Spenden zur Deckung der Unkosten sind willkommen. Die Ausstellung selbst ist montags von 18.00-22.00 Uhr geöffnet, dienstags bis donnerstags von

10.00-22.00 Uhr, sonntags von 11.00-13.00 Uhr sowie jederzeit nach Vereinbarung. Für Schulklassen, Gemeinde- und andere Gruppen sowie als Vorbereitung für eine Israel/Palästina-Reise bietet Pfarrer Andreas Goetze eine Einführung an. Auskunft: Tel.: 06106/36 73.


Schülerinnen der evangelischen Schule TALITA KUMI

 


Mauerbild „Rolltreppe“

 

Fyler Mauer

Übersichtskarte

 

Bilder an der Mauer – eine Fotoausstellung vom 26. April bis 28. Mai

im Evang. Gemeindezentrum, Rodgau-Jügesheim, Berliner Str. 2

 

Seit 2002 baut der Staat Israel seine so genannte „Trennbarriere“. Über 700 km lang wird sie werden, teilweise mehr als 8 Meter hoch. Mehr als 2/3 sind fertig gestellt und sie reicht zumeist tief in die palästinensischen Gebiete hinein. Bethlehem ist fast eingeschnürt. Ein zusammenhängender Staat Palästina nicht möglich ist. Zuviel Land wurde durch den Staat Israel bereits völkerrechtswidrig enteignet, zahlreiche Siedlungen durchziehen die Westbank schachbrettartig und sind durch „Siedlerstraßen“ (Straßen, die nur von Israelis befahren werden dürfen) miteinander verbunden. Nur verschiedene Enklaven sind den Palästinensern geblieben. darunter zählt die Region Bethlehem mit der Schule TALITIA KUMI. Der Mauerbau ist wie eine Schlinge, die sich langsam zuzieht und Christen und Muslimen, die zusammen in der Region wohnen, die Luft zum Atmen nimmt. Jerusalem liegt nur 8 km entfernt und ist doch nahezu unerreichbar.

 

 

Die Mauer ist ein Symbol für das Unvermögen, Frieden im Nahen Osten zu schaffen. Die Bilder an der Mauer zeigen auf kreative Weise, dass man sich damit nicht abfinden will. Künstler aus aller Welt haben zusammen mit israelischen und palästinensischen Friedensaktivisten diese Bilder geschaffen. Kunst auf grauem, kaltem Beton. Bemerkenswert, dass Kritik und Proteste selten Hass oder Rachegelüste ausdrücken. Eher machen sich Sarkasmus, Ironie, manchmal Witz bemerkbar, oft auch der Optimismus, dieses Bauwerk werde nicht von langer Dauer sein. Eine Ausstellung, die gut die Empfindungen und Emotionen der eingeschlossenen Bevölkerung spiegelt.

 

 

 

Abwechslungsreiches Begleitprogramm

Kultur, Dialog, Film, Hintergrundberichte: verschiedene Begleitveranstaltungen, zum Teil mit Gästen aus dem Nahen Osten, laden ein, den Christen im Nahen Osten sowie dem Nah-Ost-Konflikt näher zu kommen. Alle Veranstaltungen finden statt im Evang. Gemeindezentrum in Rodgau-Jügesheim, Berliner Str. 2.

 

Sonntag, 26. April, 10 Uhr

Gottesdienst zur Ausstellungseröffnung mit Dr. Georg F. Sabra, Dekan der „Near East School of Theology“ (N.E.S.T.) in Beirut/ Libanon zum Thema: „Glauben in bedrängter Situation“.

Der libanesische Christ Dr. Sabra promovierte an der Uni Tübingen und spricht ausgezeichnet Deutsch. Die N.E.S.T., an der Pfarrer Andreas Goetze 2007 einen dreimonatigen Studienaufenthalt verbrachte, pflegt Kontakt zu allen christlichen Kirchen und fördert den christlich-muslimischen Dialog. Anlässlich des Gemeindetages mit dem Ausflug zur Ottheinrich-Bibel in Frankfurt wird Dr. Sabra auch zur Bedeutung der Bibel für die arabischen Christen sprechen.

 

Dienstag, 28. April, 19.30 Uhr

„Einmauern – ausgrenzen. Eine Bethlehem-Geschichte“

Einführend eine 20-Minuten-Filmdokumentation, die ein Schlaglicht wirft auf den Mauerbau und Landraub der israelischen Regierung im Raum Bethlehem. Auch der evangelische Schule TALITA KUMI droht die Gefahr des Einmauerns. Anschließend Hintergrundsgespräch mit Pfarrer Andreas Goetze und Elke Kirchner-Goetze, ehemalige Lehrerin in TALITA KUMI, zum Lebensalltag unter der Besatzung.

 

Mittwoch, 6. Mai, 19.30 Uhr

„Jesus, der erste „muhammad“ – vom gemeinsamen Erbe von Christentum und Islam“

Im Großraum Syrien vom Mittelmeer bis östlich von Mesopotamien fanden die spannendsten Begegnungen der Religionen statt. Hier liegt die Wiege von Judentum, Christentum und Islam. Hier hat sich das Christentum aus dem Judentum entwickelt und der Islam seinen Anfang genommen. Historisch wohl aber nicht in Mekka … . Ein Vortragsabend von und mit Pfarrer Andreas Goetze, der seine Forschungsarbeit zum syrischen Christentum und zur Entwicklung des Islam als „neuer arabischer Religion“ vorstellt.

 

Dienstag, 12. Mai, 19.30 Uhr

Filmabend: „Checkpoint“

Ein Film von Yoav Shamir, der den Alltag an den über 200 Kontrollstellen in den vom Staat Israel besetzten Gebieten in eindrücklicher Weise schildert. Die hierbei entstandenen Bilder sprechen für sich. Diese „Checkpoints“, teils fest gebaut, teils mobil, stehen an den Zufahrten zu allen palästinensischen Städten und zwischen den einzelnen Dörfern und unterbinden so jede freie Bewegung. Wer wirklich wissen will, was das Verhältnis von Israelis und Palästinensern bestimmt, für den ist dieser Film ein Muss. Anschließend Gesprächsmöglichkeit.

 

Mittwoch, 20. Mai, 19.30 Uhr

„Jordanien und Syrien – faszinierende Kulturen und vielfältige Religionen“

Im Herbst 2008 unternahm eine Reisegruppe unter Leitung von Pfarrer Andreas Goetze eine Studienreise nach Jordanien und Syrien. Ein Reisebericht mit Powerpoint-Präsentation will die Stationen der Reise noch einmal erleben lassen, gerade auch für all diejenigen, die damals nicht dabei sein konnten.

 

 

Mittwoch, 28. Mai, 19.30 Uhr

„Wir leben – wir singen – wir wollen Zukunft!“

Zum Abschluss ist der Schulchor der evangelischen Schule TALITA KUMI aus Beit Jala bei Bethlehem zu Gast – ein Begegnungsabend mit den jungen palästinensischen Christinnen und Christen: Konzert des Chores, ein gemeinsames Abendessen, Gespräche mit den Schülerinnen und Schülern.

 

 

Der Eintritt zu allen Begleitveranstaltungen ist frei. Über Spenden zur Deckung der Unkosten freuen wir uns.

 

 

Öffnungszeiten der Ausstellung:

Montag, 18.00-22.00 Uhr

Dienstag-Donnerstag, 10.00-22.00 Uhr

Sonntag 11.00-13.00 Uhr

und jederzeit nach Vereinbarung.

 

Geeignet für Schulklassen, Gemeindegruppen, als Vorbereitung auf eine bevorstehende Israel/ Palästina-Reise und andere Interessierten. Eine Einführung bietet Pfarrer Andreas Goetze an.

Ort: Evang. Gemeindezentrum in Rodgau-Jügesheim, Berliner Str.2

 

Veranstalter:

Evangelische Emmausgemeinde Jügesheim

Berliner Str. 2, 63110 Rodgau

 

 

 

 

 

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