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Bilder vom Bistro-Nachtcafé:
Von Menschen, die die Hoffnung nie aufgaben.
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Herzlich willkommen im Bistro-Nachtcafé!
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Live Musik vom Feinsten: Rainer Zoll, René Frank und Boris Graupner (v.l.n.r.) unterhielten das Publikum ausgezeichnet.
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Am ersten Abend standen zwei "Knackis" der Jugendvollzugsanstalt Rockenberg im Mittelpunkt des Talkteils. Zusammen mit Pfarrer Uwe Wiesner, der seit 15 Jahren Seelsorger in Rockenberg ist, gaben sie Einblicke in ein Leben, von dem man sonst gar nichts erfährt. Auch zahlreiche Jugendliche waren an diesem Abend dabei und beeindruckt von der Offenheit der Jungs, der eine 19, der andere 20 Jahre alt, auf der Bühne. Knastallatg ist hart, man muss sich behaupten können. "Ich wusste gar nicht, wie wertvoll ein Brief von außen sein kann". Aber der Knast hilft auch, so sagten beide übereinstimmend, wieder zu sich zu kommen: weg vom alten Freundeskreis, der sie nur wieder in die Kriminalität ziehen würde. Im Knast könnten sie wenigstens eine Ausbildung machen. Was sie sich wünschten? Mal ein ganz normales Leben zu führen mit Familie, einem Haus und einem Job. Uwe Wiesner: "Wenn die Jungs in den Knast kommen, dann meistens, weil sie vorher kein Selbstbewusstsein hatten. Sie machen dann einfach irgendwo mit oder sie wollen sich was beweisen. Das wichtigste für draußen ist, dass sie genügend Selbstbewusstsein tanken". Neu wichtig geworden ist beiden die Religion: man beschäftige sich schon damit: "Wir haben ja auch viel Zeit". Der Glaube, einer ist Muslim, einer Christ, helfe, wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen. "Im Knast machen wir aber viel zusammen, feiern Weihnachten zusammen oder das Ramadanfest. Da betonen wir die Unterschiede nicht so sehr". Viele Rückfragen des Publikums ließen deutlich werden, wie intensiv dieser Abend für alle war. Einige der JUgendlichen unterhielten sich noch nach der Veranstaltung lange mit den Knackis. Der 14-jährige Yannik meinte: "Jetzt weiss ich, wie schnell man da reinschlittern kann. Ich will ´mal mehr aufpassen, dass mir das nicht passiert."
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Das Küchenteam unter der Leitung von Gabi Große sorgte jeden Abend für kulinarische Köstlichkeiten. Ungewöhnliches, das aber überaus lecker!
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Die Gäste von Bistro-Nachtcafé waren begeistert: eine gute Atmosphäre, liebvoll gestaltetes Bistro, ein leckerer Begrüßungscocktail für jede und jeden (kreiert von Armin Twardy), ausgezeichnetes Essen, eindrückliche Talkrunden und tolle Musik und ein Kabarett, das es in sich hatte. "Hoffentlich macht ihr das wieder, so ´was ist einmalig hier im Rodgau", schwärmte eine Besucherin am Freitag und kaufte gleich zwei Eintrittskarten für den Samstag.
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Du hast Krebs" - drei Worte, die das ganze Leben verändern. Daniel Scheppa bekam ihn mit 4 Jahren. Erst als er größer wurde, hat er durch seine Eltern erfahren, wie schlecht es um ihn gestanden hat. "Ja, ich hatte Angst. Man liefert sich ja einem aus und wenn dann was schiefgeht...". Martin Schultheiss erzählte von der Odysee zu vielen Ärzten, warnte vor Heilungsversprechen irgendwelcher Mittel aus dem Internet. Dass sie trotz der Krankheit ihres Sohnes weiter am Leben dranblieben, hatte viele Gründe. Christiane Scheppa: "Für uns war und ist einfach wichtig, dass wir an Gott glauben - nicht an einen, der von oben Prüfungen schickt, sondern der einen begleitet wie ein Freund". Und Martin berichtete, wie sehr ihn es berührt habe, als er von einer Freundin aus Detroit/ USA erfuhr, dass die ganze Gemeinde für sie betete. "Das tut gut. Auch wenn einer schlicht sagt: 'Ruf an, wenn du mich brauchst, ich bin für dich da'". Nicht, dass er es in Anspruch genommen hätte, aber überhaupt das zu hören, war wichtig. Der heute 12-jährige Daniel, heute ein ebenso fröhlicher wie aufgeschlossener Junge, ergänzte: "Wenn ich wüsste, dass einer aus meiner Klasse Krebs hat, ich würde zu ihm sagen, dass er mit seiner Angst nicht allein ist. Das Wichtigste ist das 'Wir-Gefühl', das man zusammenhält".

Armin Twardy kreierte und mixte wunderbare Cocktails mit und ohne Alkohol.
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einfach nur lecker!!
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Der Musikkaberettist René van Roll und sein engster Freund, der (r)Olli, erzählten von Menschen und anderen Behinderungen. In bissiger und scharfzüniger Weise pries René van Roll mit groofigem Pianosound die Vorzüge des Rollstuhlfahres als Lebensgefährten: "Denn mit mir hast du immer einen Parkplatz, mein Schatz. Für mich ist überall schon reserviert. Lass die andern genervt suchen, lass sie unanständig fluchen. Komm zu mir, ich park mit Dir..."
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2500 km auf dem Jakobsweg: mit seiner lebendigen und gewinnenden Art begeisterte Felix Bernhard die Gäste am Samstagabend im Bistro-Nachtcafé. Sich auf den Weg machen, nicht stillstehen und sich verschließen, ist sein Motto. Natürlich habe er auch anfangs gehadert, als er nach dem Motorradunfall seine Beine nicht mehr bewegen konnte. Man spürte ihm ab: dabei ist er nicht stehen geblieben. An allen drei Abenden wurden deutlich: die Umstände können wir oft nicht ändern, aber wir können lernen, mit einer lebensbejahenden Haltung mit diesen Umständen zu leben. So kam bei allen Talkgästen ganz bewusst der Glaube mit ins Spiel, der zu solch einer Lebensbejahung ermutigt: ich bin wertgeschätzt bei Gott, angenommen und akzeptiert, mein Leben ist bejaht und so letztlich sinnvoll, auch wenn ich im Moment einiges nicht verstehen mag. Drei Abende, die richtig Mut machten, sich seinem Lebensschicksal zu stellen.
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