Verabschiedung Pfarrer Goetze und Familie am Pfingstmontag, den 28. Mai um 17 Uhr – herzliche Einladung zum Gottesdienst und anschließendem Zusammensein
• impressum
• kontakt
• vertraulich
 
• wir über uns
• gottesdienste
• predigten
• kindertagesstätte
• kinder und jugend
• konfirmanden
• musik
• gruppen und kreise
• gemeindeaufbauverein
• stiftung weitblick
rat und hilfe
kircheneintritt
taufe
trauungen
beerdigungen
trauern braucht zeit
• partnerschaften
• theologie und mehr
• hintergründe nah-ost
• wegbeschreibung
• gästebuch
• links
• archiv
 
beerdigungen
 

Persönliche Hilfe können Sie über Pastor Andreas Goetze in Anspruch nehmen: Telefon 06106/ 36 73 (wenn der Anrufbeantworter anspringt, bitte draufsprechen: Pastor Goetze ruft auf alle Fälle so schnell es geht zurück!)

Hier einige Gedanken über Abschied und Trauer

Das Annehmen des Verlusts von Menschen und Wesen, die wir lieben, ist eine der schwersten Aufgaben, die wir in unserem Leben zu bewältigen haben. Wir müssen erkennen, dass wir nichts festhalten können und dass es Dinge gibt, die sich unserer Kontrolle entziehen, so verzweifelt wir auch versuchen mögen, Einfluss zu nehmen. Abschied und Trauer sind Themen, die früher oder später auf jeden von uns zukommen und wir müssen lernen, mit dem Schmerz umzugehen.

Phasen der Trauer

Die Verarbeitung eines Verlusts durch den Tod erfolgt in der Regel in verschiedenen Phasen (n. Verena Kast):

Phase 1: Schock und Verneinung - Nach dem Verlust eines geliebten Menschen reagieren die meisten von uns mit Schock und Verneinung. Wir können es einfach nicht fassen und deshalb "kann nicht sein, was nicht sein darf". Diese Phase kann kurz sein, aber auch über Wochen, ja sogar Monate andauern.

Phase 2: Aufbrechende Gefühle - Während für die erste Phase eine Empfindungslosigkeit typisch ist, brechen nun die Gefühle des Hinterbliebenden hervor. Wut, Verzweifelung, Schuldgefühle, Schmerz - alle möglichen Gefühle können nun spürbar werden und uns überwältigen.

Phase 3: Suchen und Trennen - In dieser Phase sucht der Hinterbliebende den Kontakt zum Verstorbenen - sei es durch Rituale, wie das Mitdecken des Tisches für den Toten, durch Tagträume oder ähnliches. In dieser Phase ist ein Wechselbad der Gefühle zwischen Verneinung, Trauer, Trost, Ernüchterung und Annehmen typisch.

Phase 4: Entstehen eines neuen Selbst- und Weltbezugs - Erst in dieser Phase erfolgt die tatsächliche Akzeptanz des Todes. Der Hinterbliebende beginnt, seinen Lebensrhythmus neu zu gestalten, die Gewohnheiten, die mit dem Verstorbenen geteilt wurden, werden aufgegeben. Eine Form von Neuanfang wird möglich.

In der Praxis sind diese Phasen keineswegs deutlich voneinander zu trennen und sie stellen auch kein gradliniges Nacheinander dar. Vielmehr mischen sich die einzelnen Phasen, gehen ineinander über und wechseln sich ab. Es gibt auch bei Personen, die glaubten, über den Verlust hinweggekommen zu sein, immer wieder heftige Gefühlsausbrüche und man kann auch noch nach Jahren heftig schmerzende Trauerphasen erleben.

Trauer braucht vor allem Zeit

Eine so tiefe Wunde, wie die, die durch den Verlust eines geliebten Wesens entsteht, heilt nicht schnell. Es ist wichtig, sich klarzumachen, dass Trauer und Abschied sehr langwierige Prozesse sein können. Jeder Mensch hat hier sein ganz eigenes Tempo - und manch einer trauert Jahre.

Lassen Sie sich also selbst Zeit mit Ihrer Trauer und geben Sie diese Zeit auch anderen Menschen, die trauern. Als Angehörige von trauernden Menschen neigen wir dazu, uns zu wünschen, der andere solle doch den Tod möglichst schnell überwinden. Das aber geht oft schlicht nicht. Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen ist eine tiefe Verletzung und so wie Menschen oft nach einer körperlichen Erkrankung eine sehr lange Rekonvaleszenzzeit brauchen, um wieder zu Kräften zu kommen, so ist es auch beim Trauerschmerz.

Der Satz "Das Leben geht weiter"

"Das Leben geht weiter" ist vielleicht einer der Sätze, die man in der Trauer am wenigsten hören mag. Der Satz wirkt zynisch angesichts der Leere, die man empfindet. Gleichzeitig aber ist es ein sehr tröstlicher Satz, der den Blick nach vorn öffnen kann. Wer trauert, will manchmal selbst nicht mehr leben. Aber genau darum geht es: Weiterzuleben. Und das Weiterleben ist möglich, so schlimm uns der Verlust auch scheint. Wer seine Trauer und den Schmerz annimmt und lernt, mit dem Tod der Lieben zu leben, wächst und reift.

Und dabei können vielleicht einige Übungen, die Sie weiter unten finden, für den Umgang mit der Trauer ein kleines Stück weiterhelfen.

Übungen für den Umgang mit der Trauer

Wir haben hier einige Übungen zusammengestellt, mit denen sich Trauer aktiv bearbeiten lässt.

Aber wir wissen auch, dass gerade in Phasen, in denen wir vor Schmerz nicht weiterwissen, es sehr schwer ist, die Energie zu finden, solche Übungen auch tatsächlich zu machen. Setzen Sie sich nicht unter Druck. Möglicherweise ist es noch nicht Zeit, den Verlust aktiv zu bearbeiten. Schauen Sie einfach einmal, wovon Sie sich angesprochen fühlen und forcieren Sie nichts.

- - -- - -- - -- - -- - - - - - -- - - - - - - - ----- - ------ - - -- - - --- - - - - --- - - --

Trauer zulassen und ausleben

Der Schmerz über den Verlust stürzt uns zunächst in eine Starre. Wie unter Schock fühlen wir möglicherweise über eine ganze Zeit gar nichts. Irgendwann aber brechen Gefühle durch. Für unsere Mitmenschen ist es nicht immer nachvollziehbar, wieso wir vielleicht nach einem halben Jahr oder noch längerer Zeit voller Verzweifelung und Schmerz reagieren. Es ist aber sehr wichtig, sich zu erlauben, diese Gefühle zu haben und auszuleben.





Übung

Finden Sie Wege und Möglichkeiten, mit denen Sie Ihren Schmerz, Ihre Gefühle und Gedanken ausdrücken können. Solche Möglichkeiten sind z.B.

Malen oder zeichnen,

Schreiben (z.B. Geschichten oder ein Trauertagebuch)

das Gestalten von Figuren und Skulpturen

Ausdruck durch Tanz oder Bewegung

Kontakt mit der Natur,

u.ä.

Finden Sie in jedem Fall einen Weg, durch den Sie das, was in Ihnen ist, herauslassen können. Was Sie dauerhaft unterdrücken, macht krank.



Finden Sie ein Ritual des Abschiednehmens

Den Tod von jemanden anzunehmen und zu verarbeiten heißt, loslassen zu lernen. Loslassen ist etwas, das vielen Menschen sehr schwer fällt, vor allem dann, wenn es um ein endgültiges Loslassen geht. Die verschiedenen Kulturen haben ganz unterschiedliche Rituale entwickelt, mit denen Verstorbene verabschiedet werden. Viele dieser Rituale haben etwas Tröstliches, denn Symbole haben eine große Wirkung auf uns.





Übung

Finden Sie ein ganz persönliches Ritual, mit dem Sie sich verabschieden wollen. Vielleicht möchten Sie einen Brief an den Verstorbenen schreiben und den dann ganz bewusst verbrennen oder an einen Ballon binden und in den Himmel schicken. Vielleicht möchten Sie etwas, das zu dem Verstorbenen gehörte, nehmen und an einem ganz besonderen Ort vergraben. Vielleicht gestalten Sie auch ein spezielles Foto- und Erinnerungsalbum, durch das Sie Ihre Beziehung zu dem Toten noch einmal bewusst erleben und durcharbeiten.

Wählen Sie etwas, bei dem Sie spüren, dass es für Sie stimmt. Wie kitschig es auch immer sein mag - tun Sie, wonach Ihnen ist. Tun Sie es bewusst und lassen Sie den Schmerz zu. Machen Sie sich aber auch immer klar, dass es um das Loslassen und Verabschieden geht. Inszenieren Sie den Abschied auf Ihre ganz persönliche Art.



Beenden Sie das ewige Kreisen um die Frage: Warum nur, warum?

Mit am schmerzlichsten kann die ewige Frage nach dem Warum sein. "Warum musste er oder sie sterben?" Je nach Glaubenshintergrund können wir hierfür ganz unterschiedliche Antworten finden. Sehr häufig suchen Menschen die Antwort bei sich selbst und entwickeln große Schulgefühle. Damit wird der Schmerz noch größer.





Übung

Es hat in der Regel wenig Sinn, zu versuchen sich über den Verstand her klar zu machen, dass die Frage nach dem Warum im Grund nur qualvoll aber wenig konstruktiv ist. Es sinnvoller, sie einmal ganz bewusst "abzuarbeiten".

Lassen Sie sich - wenn Sie sich stark genug fühlen - einmal ganz auf diese bohrende Frage ein. Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und schreiben Sie alle vermeintlichen Gründe auf, die Ihnen auf Ihre Frage nach dem Warum einfallen. Schreiben Sie alles auf, so abstrus es vielleicht klingen mag. Durch das Aufschreiben bringen Sie Ihre Gedanken aus sich heraus, was sehr befreiend wirken kann.

Werfen Sie am Ende der Übung die Blätter fort oder verbrennen Sie sie.



Trost finden

Nach der akuten Trauerphase geht es darum, das eigene Leben ohne die verstorbene Person weiterzuleben. Viele Trauernde fühlen sich verlassen und einsam. Um weiterzumachen, müssen wir Trost finden. Seien Sie vor allem liebevoll und nachsichtig zu sich selbst und finden Sie einmal systematisch heraus, was Sie trösten kann.





Übung

Auch hier geht es vor allem um die Kraft der Symbole.

Schreiben Sie auf, welche Dinge Sie ganz persönlich trösten können. Vielen Menschen tut es gut, Blumen zum Grab zu bringen oder Kerzen in einer Kirche anzuzünden. Andere müssen über ihre Empfindungen reden und finden in einer Trauer-Selbsthilfegruppe Trost. Auch eine innere Vorstellung darüber, wo der Verstorbene nun gerade ist, kann sehr tröstlich sein. Vielleicht haben Sie auch ein besonderes Erinnerungsstück, das Sie immer bei sich tragen.

Setzen Sie verschiedene dieser Möglichkeiten um.

  Wochenplan aktuell
  Veranstaltungshinweise
  Jahresplan 2012
  Bibelleseplan
  Spiritualität im Alltag
  Angebote der Gemeinde
  Jugendleiterstelle
  gefährdet
  israel/palästina
  taufe, kircheneintritt
  hochzeit, beerdigung
  Das Gemeindejournal
   Die aktuelle Ausgabe
  75 Ausgaben
  „Gemeindejournal“
  rückmeldungen
  Konten der Gemeinde
  Ökumene vor Ort