Verabschiedung Pfarrer Goetze und Familie am Pfingstmontag, den 28. Mai um 17 Uhr – herzliche Einladung zum Gottesdienst und anschließendem Zusammensein
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Der Stern von Bethlehem - mehr als eine Legende
 

Der Stern von Bethlehem -

oder: wie die Weisen aus dem Morgenland nach Bethlehem fanden

von Andreas Goetze

 

Auf einer Tontafel aus Sippar am Euphrat (im heutigen Irak) fand man in Keilschrift die Berechnungen von Sternforschern (Astronomen) für eine besondere Planetenkonstellation. Sie zeigt die Planeten Jupiter und Saturn im Zeichen der Fische für das Jahr 7 vor Christus. Die Astronomen rechneten mit einem großen Ereignis. Auf weiteren Tontäfelchen zeichneten babylonische Priester ihre Berechnungen auf, die noch heute im Britischen Museum in London zu sehen sind. Sie zeigen, dass diese Gelehrten schon ein halbes Jahrhundert vor der Geburt Jesu ein großes Ereignis erwarteten: Immer näher rückte jener bedeutsame Augenblick, an dem Jupiter und Saturn ihren letzten gemeinsamen Abendaufgang kurz nach Sonnenuntergang haben sollten. Die Magier deuteten das Himmelsereignis nach ihren althergebrachten sternkundlichen Regeln.

 

Seit Tausenden von Jahren beobachten Astronomen die Sterne. Sie untersuchen sie, berechnen ihre Bahnen und legen Sternkarten an und deuteten ihre Konstellationen. Für die Sterndeuter galten Jupiter als Stern des Weltenherrschers und Saturn als Stern Palästinas. Das Sternbild der Fische wurde als Zeichen der Endzeit betrachtet. Wenn nun Jupiter dem Saturn im Zeichen der Fische begegnete, so bedeutete das: in Palästina wird in diesem Jahr der Herrscher der Endzeit erscheinen.

 

Saturn und Jupiter wiesen den Weg

Genau mit dieser Erwartung kamen die Sterndeuter, von denen das Matthäus-Evangelium (Mt. 2, 1-12) erzählt, nach Jerusalem, um den neugeborenen König zu treffen. In der christlichen Überlieferung ist aus diesem Himmelsphänomen der „Stern von Bethlehem“ geworden.

 

Auch die Schriftgelehrten Israels kannten die alten Prophezeiungen, nach denen eines Tages der Messias auftauchen sollte. Sie glaubten auch zu wissen, wo: in dem kleinen Dorf Bethlehem, vor den Toren Jerusalems. So sandten sie die fremden Gelehrten dorthin.

 

Was viele für eine Legende oder ein Märchen aus alten Tagen halten, beruht auf einem astronomischen Hintergrund und ist durchaus historisch zu werten: Wie viele Männer sich auf die weite Reise machten und wie sie hießen, wissen wir nicht. Dass sich gelehrte Männer auf den Weg machten, davon können wir ausgehen. So gibt die Bibel tatsächliche Ereignisse wider. Der „Weihnachtsstern“ ist ein historisches Ereignis und hilft darüber hinaus, den Zeitpunkt und den Ort der Geburt des Weltenretters einigermaßen exakt zu bestimmen: eben in Palästina im Jahre 7 vor unserer Zeitrechnung. Wir müssten daher genau genommen unsere Zeitrechung umstellen, denn wir sind astronomisch und historisch korrekter betrachtet heute schon im Jahr 2013 …

 

 

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