Vorstellungsgottesdienst Predigt, Teil 1
Zwischen Freiheit und Bindung (II): Wovon lasse ich mich leiten (Matthäus 4, 1-11)
X: Hey was macht ihr denn hier?
Y: na ja wir waren doch zusammen auf der Konfifahrt und jetzt feiern wir zusammen Pfingsten.
W: Pfingsten? Was ist denn das?
V: Was gibt´s denn da zu feiern?
X: Na, ist doch klar: wir feiern den heiligen Geist und das er damals 50 Tage nach Ostern auf die Menschen herabgekommen ist.
Y: Und das er alle Menschen die Botschaft Jesu verstanden haben.
X: Und das, obwohl sie aus verschiedenen Ländern kamen und nicht die selbe Sprache sprachen!
W: Ach, so0 ja, jetzt kann ich mich wieder erinnern!!!
V: Was ist der Heilige Geist denn überhaupt? Wovon redest du denn?
Y: Der heilige Geist ist die Kraft, die in jedem von uns steckt, egal welche Religion er hat oder welcher Rasse er angehört.
X: So ne Art Energiespender also?
W: Ja, genau man! Das ist der christliche Teamgeist, der uns alle mit Jesus verbindet.
V: Also sind wir alle vom gleichen Geist bestimmt?
X: Nein! Ich bin doch von keinem Geist bestimmt! Niemand und nichts bestimmt mich!
Y: Das glaubst aber auch nur du! Es gibt genug Menschen die dich beeinflussen!
W: Wie war das denn als du dir die neuen Schuhe gekauft hast und deine Mutter wollte, dass du sie zurückbringst, da hast du doch auch gespurt!
X: Das war was anderes!
Y: Nein war es nicht! Da hast du dich beeinflussen lassen!
V: Wir werden alle doch von so vielen Dingen beeinflusst! Geld, Drogen, Gruppenzwänge… tu doch nicht so, als würdest du dich nie anderen unterordnen!
X: Ach so meinst du das! Aber ich verstehe es trotzdem noch nicht genau!
Y: Überleg doch mal, was dich in deinem Leben so geprägt hat.
V: Ja! Deine Eltern machen dir Vorschriften und sagen dir, was richtig und was falsch ist!
W: Klar, und mit meinen Freunden bespreche ich auch Sachen. Und von denen lasse ich mir auch manches sagen.
Y: Oder in der Schule. Dort lernst du auch wie du dich verhalten sollst.
X: Aber in der Schule meckern sie doch auch nur an dir rum!
W: Aber merkst du daran nicht, dass du von verschiedenen Sachen und Leuten beeinflusst wirst?
X: Ja schon! Aber was hat das ganze jetzt mit dem Heiligen Geist zu tun?
V: Na ja überleg doch mal! Es ist nun mal die Frage, von wem oder was man sich beeinflussen lässt.
Y: Wenn man sich z.B. nur vom Geld beeinflussen lässt, verliert man schnell den Blick für das was eigentlich im Leben zählt.
W: Wenn man sich nur vom Geist des Geldes beeinflussen lässt, will man alles haben, wird geizig und denkt nur noch ans Geld.
X: Verstehe - und dann vernachlässigt man unter Umständen auch Freunde und Familie.
V: Guckt euch doch mal die Wirtschaftsbosse an! Die scheffeln selbst die fette Kohle und werfen dafür andere aus der Arbeit.
Y: Klar die Könnens ja auch machen! Die haben Geld und Geld bedeutet gleich Macht!
X: Für die zählt nur noch ihr Geld. Was aus den Familien wird, die sich auf einmal in der Arbeitslosigkeit wieder finden, daran denken die erst gar nicht!
W: Aber es sind ja nicht alle vom Geist des Geldes besessen
V: Es kommt halt ganz darauf an, was bei jemandem an erster Stelle steht! Das beeinflusst den Menschen dann am meisten.
Y: Genau darum geht es ja an Pfingsten!
W: Die Menschen haben sich trotz der unterschiedlichen Abstammungen verstanden; sie haben alle an einem Strang gezogen, ihr Strang war die Sache Jesu!
W: und so hat ihnen Gott den heiligen Geist geschickt- den Geist Jesu- damit sie sich verständigen können und gemeinsam in Frieden miteinander leben können.
V: In der Bibel wird ja erzählt, dass die Menschen die sich vom Geist Gottes beeinflussen ließen, friedlich miteinander umgegangen sind und rücksichtsvoller auf andere reagiert haben.
Y: Sie haben nicht nur auf sich geachtet auch auf andere!
X: So fühlten sie sich Gott nahe und von ihm geliebt!
W: Das ist halt Pfingsten, da erkennt man, dass man von Gott geliebt wird!
V: Ja und das geschieht eben durch den heiligen Geist.
Y: Den kann man wohl nicht sehen, aber seine Auswirkungen spüren. Passt mal auf, ich les euch dazu einen Text vor. Den Text hat Paulus an die Gemeinde in Ephesus geschrieben, einer verruchten Hafenstadt. Er hat geschrieben, was der Geist Gottes bewirken kann.
Hört mal zu:
(er/ sie liest aus dem Epheserbrief 4, 17-32
Lied
Predigt, 2. Teil
W: Also hat der, der vom Heiligen Geist beeinflusst ist, keine Probleme mehr! Bei dem ist alles okay.
X: Glaubst du doch selber nicht!
W: So einfach ist das Leben nun auch nicht!
Y: Durch Einflüsse von außen gerät man oft in Versuchung, Dinge zu tun, die man unter normalen Umständen nicht tun würde.
W: Denk doch mal an die Werbung.
X: Ja, ja die zarteste Versuchung….
V: Ach, hör doch auf, es ins Lächerliche zu ziehen. Es ist nun mal so, dass man sich durch Einflüsse verändert. Ob nun ins negative oder ins positive ist eine andere Frage!
Y: Wir haben doch damals im Konfiunterricht gelernt „und führe uns nicht in Versuchung“ aus dem Vater Unser.
W: Was redest du denn auf einmal von Versuchung?
X: Versuchung bedeutet einfach negativer Einfluss oder Verführung.
Y: Eben etwas zu tun, obwohl man weiß, dass es eigentlich nicht gut ist. Das bewirkt dann bei den meisten Menschen ein schlechtes Gewissen.
Y: Man kann es doch auch einfach sein lassen!
W: Na, so einfach ist das auch nicht! Komm schau ´s dir doch selber an!
à Anspiele
V: Hmm, schon ziemlich konfus, was da so passiert! Auf wen ich hören würde, wüsste ich nicht…sie klangen beide sehr überzeugend oder?
Y: Also ICH würde es natürlich NICHT machen. Ist doch klar oder?
W: Aber wie kommt es denn, dass man in Versuchung geraten kann?
X: Ja, warum hat Gott denn Versuchung erschaffen wenn sie so schädlich ist?
Y: Aber Gott hat sie doch gar nicht erschaffen!
V: Wie meinst du das?
Y: Wie Menschen sind doch selber dafür verantwortlich, was wir machen!
W: Genau! Gott hat uns Entscheidungsfreiheit gegeben, damit wir selber entscheiden, was wir tun!
X: Ja, stimmt, du hast Recht! Sonst wären wir ja wie Marionetten an irgendwelchen Fäden. Wir können uns auch gegen das Gewissen entscheiden, das uns Gott geschenkt hat!
V: Aber wie kann man denn in Versuchung geraten?
Y: Zum Bespiel durch Gruppenzwang - weil man dazu gehören will.
W: Oder durch Freunde. Wenn man dort etwas angeboten bekommt, was man vorher noch nie probiert hat wie z.B. Alkohol ist man schnell neugierig.
X: Oder durch Neid weil jemand etwas hat, was man selber gerne hätte...
V: Ist man also gegen jede Versuchung machtlos?
Y: Nein, glaub ich nicht. Man kann Versuchungen widerstehen, indem man in sich geht und auf sein Gewissen hört.
W: Und wie war das damals mit Jesus? Ich erinnere mich, dass wir irgendwann mal in Reli etwas über die Versuchungsgeschichte gelesen haben…wenn ich mich nur erinnern könnte…
X: Kommt, schauen wir in der Bibel nach! Steht glaub ich bei Mathäus- ja hier Matthäus 4, Verse 1-4 (lesen!)
V: Ich wusste gar nicht, dass Jesu auch versucht wurde!
Y: Na ja, aber das ist ja auch irgendwie logisch! Jesus ist ja in der Wüste!
W: Aber das der Teufel nicht mal halt vor Jesus macht…
X: Der Teufel ist ja auch ganz schön clever! Gut, dass Jesus widersteht!
V: Und dass, obwohl gerade das seine Macht bewiesen würde…
Y: Gib ´mal her, ich lese weiter…(liest Verse5-7)
W: Wer will nicht gerne Ruhm und Ehre haben? Wer kann da widerstehen?
X: Jesus will einfach nicht für sich eine solche Show abziehen….
V: Jetzt will ich lesen! (liest Verse8-11)
Y: Oh man, ganz schön hart, was da so passiert! Wie kann man da nein sagen?
W: Dabei ist es doch das Größte, Macht zu haben!
X: Die Versuchung der absoluten Herrschaft! WOW! Ich glaube, andere Menschen hätten nicht widerstanden…
V: Aber warum hat Jesus abgelehnt? Wenn er über die Welt herrschen würde, könnte er so die Menschen zwingen, ihm zu zuhören!
Y: Das wollte er aber doch gerade nicht! Er wollte, dass die Menschen ihm aus freien stücken zuhören.
W: Das zeigt mal wieder, wie bescheiden Jesus ist. Er vertraut allein auf Gott und widersteht so der Versuchung!
V: Jesus hat eben Gott vertraut, er wusste, er kann sich ganz auf Gott verlassen. So konnte er den Versuchungen widerstehen.
W: Wenn ich weiss, ich bin angenommen und einer hält zu mir, dann muss ich nicht allem nachgeben. Das macht mich echt stark.
Y: Selbstbewußt mit Gott, das ist ´was!
X: So ein bisschen von Jesu Geist könnte ich auch gebrauchen.
ALLE: Das könnten wir alle!
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